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Der Übergang

Leben auf Exile

Der Übergang

Beitragvon Schreiberling » Freitag 3. Mai 2013, 11:53

Das, was man als "den Übergang" bezeichnet, ist die Passage eines sehr mächtigen magischen Portals, durch das die Menschen und Wesen von der Erde aus nach Exile gelangen. Der "Ausgang", sprich, der Ort, an dem die Reisenden auf Exile ankommen, liegt innerhalb eines genau abgegrenzten Bereichs in der Wildnis ein gutes Stück südlich der Siedlungen. Das Portal wurde im Jahr 2013 (markiert zugleich den Beginn des zweiten Zeitalters) auf der Erde geschaffen und existiert daher nach exileanischer Zeitrechnung bereits seit 38 Jahren; der Übergang ist seitdem laufend möglich. Die Zeitlinien beider Welten verlaufen seit der Erschaffung des Portals unabhängig voneinander. Während im ersten Zeitalter (auf der Erde) höchstens so viele Monate oder Jahre vergangen sind, wie vom (realen) Beginn des Jahres 2013 bis heute (reales irdisches Datum), zählt das zweite Zeitalter bereits 38 Jahre.

Aber nicht jedem gelingt es, dieses Portal zu betreten, und selbst denen, die bereits so weit gekommen sind, kann es passieren, dass sie die Passage auf die andere Seite nicht unbeschadet überstehen. Es ist eine schwerwiegende Entscheidung, diesen Schritt zu gehen, die jeder nur für sich allein und niemals für andere treffen kann. Denn schon allein das Portal betreten kann nur, wessen innigster Herzenswunsch es ist, und wer bereit ist, alles, was er auf der Erde besitzt, ebenso für immer zurück zu lassen, wie die Familienangehörigen und Freunde, die ihm nicht folgen können oder wollen. Somit braucht es eine Art völliger Hingabe an eine neue, unbekannte Welt, ohne jeden Anflug von Zweifeln, ungeachtet dessen, was einen dort tatsächlich erwarten wird. Denn einen Weg zurück gibt es nicht. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, dem zeigt sich das Portal erst gar nicht und ebenso unmöglich ist es, den Übergang aus falschen Motiven heraus zu schaffen.

Materielle Besitztümer gehen auf dem Weg durch das Portal zum Großteil verloren, weshalb die meisten Neuankömmlinge auf Exile vollkommen nackt sind und nichts mehr besitzen, außer eben sich selbst. Hier und dort bleiben aber auch kleine persönliche Gegenstände bestehen, die für den jeweiligen Besitzer eine große emotionale Bedeutung haben oder hatten.

Der Prozess an sich wird von jedem anders erlebt und hat oft schwerwiegende Auswirkungen auf Körper und/oder Geist des Reisenden. Es sind unglaublich große, magische Mächte, die den Dimensionssprung zwischen den Welten ermöglichen und auf den jeweils Reisenden einwirken. Manche erzählen später, es sei ein Gefühl, als würde man von einem kraftvollen Strudel ins Nichts gerissen; andere empfinden es so, als würden Seele und Geist aus dem Körper gesogen und schließlich wieder in ihn eingepflanzt. Und wieder andere können von all dem überhaupt nichts berichten, weil sie am Ende wie aus einem tiefen, traumlosen Schlaf erwachen, ohne sich an die Passage selbst erinnern zu können. Allgemein kommt es oft vor, dass beim Übergang Erinnerungen oder Fähigkeiten spurlos verloren gehen; man erzählt sich auch, dass einige dabei gar ihren Verstand verloren haben sollen. Aber viele überstehen diesen Prozess auch ohne bleibende Schäden.

Mit zeitweiligen Nachwirkungen allerdings hat fast jeder zu kämpfen. Seien es mörderische Kopfschmerzen, die erst nach einigen Tagen wieder abklingen, heftiger Schwindel, vorübergehende Verwirrtheit, Halluzinationen oder auch einfach ein Zustand abgrundtiefer Erschöpfung.
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