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Schwarmwürmer – Verhalten und Verwendungsmöglichkeiten


Schwarmwürmer – Verhalten und Verwendungsmöglichkeiten

Beitragvon Nicolas » Donnerstag 7. Januar 2016, 20:43

Schwarmwürmer – Verhalten und Verwendungsmöglichkeiten

Nicolas von Arnstein



1. Klassifikation und Lebensweise

Schwarmwürmer sind meines Erachtens eine äußerst kuriose Form eines parasitär-symbiotischen Hybriden, deren Existenz ich erstmals im Südlichen Sumpfland gewahr wurde. Auf Erden existieren ähnliche Vertreter aus der Reihe der Wirbellosen, doch nicht in vergleichbarer Qualität hinsichtlich der Fähigkeiten und Gefährlichkeit.

Schwarmwürmer leben, wie der Name schon sagt, in Verbänden von Artgenossen, beziehungsweise neigen sie als Einzelgänger zu einer Gruppenbildung. Ihre Fortpflanzung gibt mir noch Rätsel auf. Es scheint, als neigen sie bevorzugt zu einer zweigeschlechtlichen Fortpflanzung. Doch konnte ich auch beobachten, wie ein einzelner Schwarmwurm sich, getrennt von seinesgleichen, einfach halbierte und sich beide Hälften als lebensfähig erwiesen.

Als Lebensraum kommt für sie eine feuchtwarme Umgebung infrage. Optimale Lebensbedingungen finden sie in den Körpern von Wirbeltieren vor, wobei sie das Vorhandensein einer großen Biomasse bevorzugen. Außerhalb eines Wirtskörpers lauern Schwarmwürmer meist in Tümpeln und Mooren, um eines Opfers zu harren.

2. Befall und Veränderung des Wirts

Schwarmwürmer verfügen an beiden Körperöffnungen, welche gleichsam als Maul und After dienen. Die Öffnungen sind mit einem Beißapparat ausgestattet, mit dem sie sich einen Weg in und durch den Wirtskörper bahnen können, wenn nötig.
Für gewöhnlich bevorzugen sie jedoch bereits vorhandene Eintrittspunkte beim Wirtskörper, welche ich hier nicht aufzählen werde. Jedem geistig gesunden Leser sollte an dieser Stelle bewusst sein, was gemeint ist.

Im Körper angelangt beginnen die Schwarmwürmer sogleich mit ihrer Ausbreitung, an erster Stelle in Richtung Rückenmark und Gehirn. Der Organismus ist dazu befähigt, den Wirt sowohl in psychisch als auch physischer Art und Weise zu manipulieren. Möglicherweise durch Einsatz von Chemikalien, vielleicht auch von Magie. Noch vermag ich nicht zu sagen, wie ein Mensch unter dem Einfluss der Schwarmwürmer reagieren würde, wie und auf welche Weise sich eine Verhaltensveränderung einstellen würde.

Fest steht, dass das Schwarmwurm-Kollektiv sich schlussendlich des gesamten Körpers bemächtigt, andockt an den Verdauungsapparat und allmählich an Größe gewinnt im Wirtskörper.
Der wirbellose Organismus ist jedoch sehr darauf bedacht, seinen Wirt zu beschützen. Hohe regenerative Fähigkeiten lassen sie ihren lebendigen Lebensraum angedeihen, auch wird er generell widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse. So versuchte ich den Kopf eines befallenen Vogels abzutrennen, was mir nur unter außergewöhnlicher Kraftanstrengung gelang. Und binnen weniger Augenblicke entsprangen Schwarmwürmer den Wunden und fügten den Körper wieder zusammen.

Hat schließlich der Schwarm eine kritische Masse erreicht, so gibt er auf spektakuläre Art und Weise seinen Wirtskörper auf, und sucht nach neuen Lebensräumen.

Künstlerische Illustration des Endstadiums


3. Behandlung und Verwendungsmöglichkeiten

Eine medizinische Behandlung erweist sich nach Übernahme des Gehirns als kaum mehr möglich, ohne auch den Wirt selbst zu gefährden. Davor scheinen entsprechende Medikamente und auch Heilmagie ausreichend Wirkung zu entfalten.

Auch Kälte mögen sie nicht sonderlich. Ohne Wirtskörper sterben sie rasch durch kältere Temperaturen. Innerhalb eines Wirtskörpers achten sie darauf, dass ihr Opfer nicht auskühlt, und steuern dementsprechend sein Verhalten.

Äußerst Kurioses geschieht, wenn es wider Erwarten gelingt, das Herz des Wirtes rasch und umfassend zu zerstören. Das plötzliche Einstellen des Blutkreislaufes führt, aus welchen Gründen auch immer, dass die Würmer fluchtartig den Körper verlassen und sich ungeschützt ihrer Umgebung ausliefern.

Entsprechende Versuche zeigen, dass das Schwarmwurm-Kollektiv auf magisch manipulierte Wirtskörper insofern positiv reagiert, als das es sich dadurch als manipulierbar erweist. Ein potenzieller Wirtskörper lässt sich also entsprechend präparieren, um die außergewöhnlichen Fähigkeiten des Schwarmwurmes für die Menschheit dienstbar zu machen.
Eine nachträgliche Manipulation jedoch erweist sich als sinnlos, da der Schwarmwurm auch diesbezüglich die Widerstandsfähigkeit des Wirts heraufsetzt.
Nicolas
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