Rollenspiel Topliste hier abstimmen RPG-Forenwelt

Reawen Darkonia

Charakterbogen bitte hier posten!

Reawen Darkonia

Beitragvon Reawen Darkonia » Sonntag 12. Februar 2017, 02:33

Persönliche Daten

Vollständiger Name:

- Lif Moen war ihr Geburtsname. Nach ihrer Wandlung bekam sie von Lorem den Namen Reawen Darkonia. Ihre abgespaltene Seele nannte sie Rea.

Rasse:

- Vampir

Geschlecht:

- weiblich

Alter und ggf. Geburtsdatum, ggf. Geburtsort:

- Sie wurde im Spätsommer im Jahre 1213, inmitten einer reisenden Handelsgesellschaft, in Skandinavien geboren. Mit 25 Jahren wurde Reawen von Lorem gewandelt.

Herkunft:

- Skandinavien. Ihre Familie besaß nie einen festen Wohnsitz.

Gesinnung:

- chaotisch gut/ Rea: böse

Familienstand:

-Jayran und Reawen waren nicht verheiratet, doch sie sieht sich dennoch als verwitwet.

Fraktionszugehörigkeit:

-fraktionslos

Beruf oder Tätigkeit:

- Reawen ist Wundärztin und handelt mit Kräutern und den daraus gewonnen Salben, Pulvern, Ölen, Tees, etc.
- ab und an erzählt sie den Kindern Geschichten und lässt sich dafür mit etwas Kleingeld bezahlen.

Familienangehörige:

- auf Exile: keine
- zurück gelassene: Der Magier Anschar.
- tote: Ihre Mutter Birga, ihr Vater Laurid und ihr jüngerer Bruder Baldr (wurden von Lorem ermordet)
Jayran (wurde von Saikuron ermordet)

Aussehen

Versteckt:Versteckten Text anzeigen
BildBild


Größe:

- 1,88 m

Statur:

- Sie fühlt sich sichtlich wohl in ihrer wohl proportionierten kurvigkeit. Reawen hält sich aufrecht und strahlt demonstrative Gelassenheit aus. Die unmerkliche Bereitschaft jederzeit zu handeln, übersieht man dadurch leicht.

Haut:

- Feine blasse Haut unter der man, bei genauerer Betrachtung, das zarte, blaue Adergeflecht erkennen kann.

Haare:

- Hüftlanges, glattes und glänzendes blond-rötliches Haar, das sie vorwiegend offen trägt, manchmal flechtet oder aus praktischen Gründen zusammen bindet.

Augenfarbe:

- Hellgrau

Kleidung:

- Sie bevorzugt feine, jedoch robuste Kleidung in Schwarz oder dunklem rot. Sie besitzt sowohl Alltags als auch Kleider für festlichere Anlässe. Man weiß ja nie.

Besondere äußerliche Merkmale:
Versteckt:Versteckten Text anzeigen
Bild
Bild


- zahlreiche Narben am Oberkörper.
- zwischen ihren Schulterblättern sitzt das Brandmal Meister Sechiels
- Ihre hellgrauen Augen, die zu irrlichtern scheinen.

Ausrüstung:

- ein Kampfstab mit Klinge
- eine Tasche mit verschiedenen Kräutern, Salben, Tinkturen, Pulvern, etc.

Wertgegenstände:

- ein einfaches, ovales Medaillon aus Gold, das Jayran gehörte und in dem sich ein Bildnis der beiden und sich eine seiner roten Haarsträhnen befindet. Sie legt es nie ab und verbirgt es unter ihrer Kleidung.
- Ihr Kampfstab.
- einige Münzen verteilt auf zwei Geldbeutel. Die eine befindet sich in ihrer Tasche, die andere und mit ihr die meisten Münzen, in ihrem Stiefel.

Charakter

Charaktereigenschaften und -merkmale:

Im Allgemeinen ist sie für einen Vampir ungewöhnlich freundlich und das nicht nur aus eigennützigen Gründen. Zumindest meistens. Fremden gegenüber ist sie allerdings, trotz ihrer höflichen Art, misstrauisch und man muss sich zuerst ihr Vertrauen verdienen. Dank ihrer anziehenden und beruhigenden Aura, fällt es ihr hingegen leicht das selbige für sich zu gewinnen.

Aufmerksam beobachtet sie ihre Umgebung und sieht anderen geradewegs in die Augen. Einige empfinden das als unangenehm und fühlen sich wie eine Ratte in der Falle. In ihrem Blick erkennt man zudem meistens ein amüsiertes Funkeln. Geradeso als hätte sie soeben etwas Interessantes erfahren, das ihr Gegenüber unwissentlich Preis gegeben hat. Im Grunde könnte dies sogar, dank ihrer Verbindung zu Obdachlosen und Weisen, der Wahrheit entsprechen.

Heim und Mittellosen hilft sie bei Verletzungen und Erkrankungen und gelegentlich mit einer warmen Mahlzeit, einem Bad und einem überdachten Schlafplatz aus. Natürlich unentgeltlich. Zumindest offiziell. Als Gegenleistung bekommt sie Blut. Die von anderen als Abschaum der Gesellschaft bezeichneten, haben eine Bindung zu Reawen entwickelt und an beinahe jeder Ecke gibt es Augen die Reawen jederzeit die pikantesten Neuigkeiten übermitteln können. Da sie Geschichten jeder Art liebt, schreibt sie diese nieder. Daraus entstehende, mögliche Vorteile hat sie bisher noch nicht genutzt und hat es auch nicht vor da, sie die Manipulativen, politischen Verstrickungen im Allgemeinen ignoriert und kein Interesse daran Zeigt. In der Regel hält sie sich bedeckt.

Sie grenzt ihre Gefühle akribisch ein, weshalb sie zuweilen Distanziert wirken kann, wenn sie der Meinung ist jemanden zu schnell zu nahezukommen. Hat man diese kühle Barriere jedoch erfolgreich überwunden, gewinnt man mit ihr eine treue Freundin, die hinter denjenigen steht, die sie ins Herz geschlossen hat. Sie taucht dann auch gern einmal, trotz verschlossener Türen, unangekündigt im Wohnsitz der Betroffenen auf und das auf ihre lautlose Art sich zu Bewegen. Schreckhafte Persönlichkeiten könnten da schon einmal Herzrasen bekommen.

Im Laufe der Zeit hat Reawen sich einen starken Willen angeeignet. Sie lässt sich alles andere als leicht unterkriegen und vertritt die Meinung, dass man immer wieder aufstehen sollte. Mit ihrer scheinbar unbeugsamen Willensstärke, geht auch Eigensinn einher. Sie lässt sich nicht leicht von ihrer Meinung abbringen, wenn sie sich erst einmal daran gewöhnt hat. Außerdem ist man vor einer bissigen Bemerkung hier oder einer hintergründigen Spitze dort, nie wirklich gefeit.
Sollte man es wagen ihre Tasche, in der sie Kräuter aufbewahrt, zu berühren, handelt man sich schnell einen ordentlichen klaps auf die Finger ein. Es befinden sich nicht nur Heilkräuter darin, sondern auch giftige und sie hat eine eher chaotische weise Ordnung zu halten. Frei nach dem Motto "Nur das Genie herrscht über das Chaos". Sie weiß immer…meistens, wo gesuchte Objekte liegen, stehen oder hängen. Ihre Moral ist flexibel. Sie hält sich an die Regeln und Gesetze, ist jedoch der Meinung, dass diese durchaus dehnbar sind. Natürlich gibt man das nicht öffentlich zu.

Eine ihrer kleinen Eigenheiten ist das Verstecken eines Großteils ihres Geldes, in ihrem Stiefel, da sie kleine, freche Diebe anzuziehen scheint. Außerdem schläft sie nicht gerne allein, da sie dann von Alpträumen geplagt wird und damit einher gehenden Schlafmangels. Reawen wohnt daher bevorzugt in Gasthäusern, weil sie dort nicht völlig das Gefühl hat allein zu schlafen und so die Alpträume etwas eindämmen kann.

Rea: Der abgespaltene Teil ihrer Seele, der einen Großteil der Persönlichkeit beinhaltet, die Reawen unter Meister Sechiel zu eigen war. Sie ist Selbstsüchtig, Manipulativ und Genusssüchtig. Selbst wenn sie still ist, sorgt sie dafür das sich Reawen ihrer Anwesenheit bewusst ist. Meistens regt sie sich bei starken Gefühlsausbrüchen und steht dann mit, ihrer Meinung nach, besseren Vorschlägen und giftigen Kommentaren zur Verfügung. Bei starken Gefühlen schafft sie es sogar Reawen zu beeinflussen, wodurch ihre Entscheidungen wesentlich berechnender und auf den eigenen Vorteil bedacht sind. Der Preis solcher Handlungen ist Rea egal, solange sie selbst dabei gut weg kommt.


Stärken:

- Willensstärke. Es ist nicht leicht Reawen unterzukriegen und sie dann auch dort zu halten.
-Kräuterkunde. Sie hatte genug Zeit ihre Kenntnisse zu verfeinern.
- die typischen Stärken, die mit ihrem Vampirischen Zustand einhergehen.
Angenehme Aura. Es fällt ihr leicht das Vertrauen anderer zu gewinnen.
- selbst an Vampiren gemessen, kann sie sich sehr leise bewegen.
-Auge für Details. Reawen bemerkt selbst die kleinsten Veränderungen und Auffälligkeiten.
- Loyal denjenigen gegenüber, die sie ins Herz geschlossen hat.

Schwächen:

- Eigensinnig. Gefällt ihr eine Idee oder eben nicht, ist es schwer sie um zu stimmen.
- Rea. Sie ist ständig anwesend und versucht Einfluss auf Reawens Entscheidungen und Handlungen zu nehmen. Insbesondere starke Gefühle, vor allem Negative, erhöhen die Chance das es ihr gelinkt, erheblich.
- alle Vampirischen Schwächen, die für ihre Art typisch sind.
- emotionale Distanz, die sie zu wahren versucht und daher kühl erscheinen lässt.
- süßes Gebäck. Vor allem mit Obst. Reawen war schon immer eine Naschkatze und konnte (und wollte) das nach iherer Wandlung nicht ablegen.
- Chaotisch. Vor allem, wenn sie Aufgebracht oder nervös ist, wirkt sie zerstreut und verliert den Überblick, über ihre ganz eigne "Ordnung."
- Misstrauisch, fremden gegenüber und verstärkt bei Magiern
- Schlafmangel, da sie verstärkt unter Alpträumen leidet, wenn sie allein ist. Das zehrt an ihrer Konzentration.
- Loyalität. Empfindet sie Zuneigung für jemanden, würde sie alles tun, um ihre liebsten zu Beschützen und dabei sogar ihr eigenes Wohl außer Acht lassen.

Vorlieben:

- Blut. Was sonst.
- Tee. In all seinen Variationen
- Ihr Medaillon.
- Sie hat eine eigenartige Faszination für Stürme.
- ruhige, lange Nächte
- warme Bäder
- der Geruch frischer Bettwäsche

Abneigungen:

- Sonne, Feuer, Lichtmagie, Engel. Alles was Reawens Haut unangenehm prickeln lässt, wenn sie nur daran denkt
- Menschen/Wesen, die ihr Wort ohne einen wirklich guten Grund nicht halten wollen.
- Tabakrauch. Er kratzt ihr in Hals, Nase und Augen.
- Sommer. Zu heiß und zu hell
-Magie die in ihrer unmittelbaren Nähe ausgeführt wird.
- Magier. Sie hasst sie nicht, haben es aber wesentlich schwerer ihr Vertrauen zu erlangen.

Fähigkeiten:

- Wundärztin. Sie kann Wunden behandeln oder unkomplizierte Operationen durchführen, Krankheiten Diagnostizieren und alles was nicht allzu ausgefallen ist, behandeln.

- Kräuterkunde. Reawen konnte viele Jahrhunderte ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet verbessern und saugt neues wie einen Schwamm auf. Sie kann Salben, Pulver, Tees, Tinkturen, Absude, etc. mit den unterschiedlichsten Wirkungen herstellen. Ob heilend, lindernd, betäubend, entgiftend oder vergiften, beruhigend, narkotisch, und so weiter. Ihre Rezepte decken ein breites Spektrum an hilfreichen oder eben weniger hilfreichen (das kommt ganz auf das Auge des Betrachters an) Mittelchen ab. Zudem experimentiert sie hin und wieder mit Zutaten und Herr Stellung um entweder zu verbessern oder neues zu erschaffen. Sie verkauft ihre Wahren nicht an einem Stand oder in einem Laden, auch wenn sie gerne einen hätte, sondern am Abend, frei auf der Straße. Ihre treuesten Kunden wissen jedoch wo sie zu finden ist.

- Kampfstab. Lorem hat sie gelehrt damit, um zu gehen und sie Trainiert noch immer fleißig damit doch aufgrund mangelnder Möglichkeiten ist ihre Praxis eingerostet.

- Reawen wirkt angenehm auf andere weshalb sie sich leicht ihr vertrauen verdient. Zumindest so lange sie in der Nähe ist. Trennen sich die Wege, verfliegt der Zustand binnen weniger Minuten. Es kommt ganz darauf an, wie lange Reawen sich im Umfeld der Betroffenen aufgehalten hat. Redet sie mit denjenigen, wird der Effekt verstärkt und hält etwas länger an.

Auffälligkeiten:

- Sie riecht leicht nach den Kräutern und getrockneten Früchten, die sie bei sich trägt.
- in Gedanken versunken, spielt sie mit ihrem Medaillon
- aufmerksame Beobachter können in ihrem Gesicht erkennen, wenn sie mit Rea diskutiert.
- die angenehme Aura die sie ausstrahlt.
- beginnt sie jemanden zu mögen beobachtet sie die oder denjenigen noch aufmerksamer und lächelt des Öfteren hintergründig. Bei besonders engen Bindungen kann es zudem sein, dass die unangekündigt am Wohnsitz erscheint…oder darin.

Kampfstil:

- schnell und schwungvoll. Im Stil von Bo Kampfstäben. Den Klingenteil benutzt sie vorwiegend zum Parieren.

Ängste:

- da sie Jahrhunderte unter der Knechtschaft Sechiels stand hat sie Angst, erneut unter die Herrschaft eines wahnsinnigen Tyrannen zu geraten.
- Engeln ist sie bisher noch nie begegnet, doch sie hat genug über sie erfahren, um zu wissen, dass es gesünder für sie ist, sich von den Flaterern fernzuhalten. Also wahrt sie gesunden Abstand allem, was für sie Heilig anmutet.
- Ihre größte Angst ist jedoch die Tatsache, das Rea, nur darauf wartet wieder die Oberhand über Reawens Körper zu gewinnen. Sie will nicht noch einmal in diesen Sumpf aus grundlosen Gewalt und Brutalität geraten.

Ziele:

- das Leben, das sie sich gerade aufbaut zu erhalten und vielleicht etwas Anschluss finden. Obdachlose und Straßenkinder sind auf Dauer nicht die angenehmste Gesellschaft.
- irgendwann möchte sie einen kleinen Laden eröffnen in dem sie ihre Waren besser anbieten kann.
- vielleicht findet sie jemanden, der etwas gegen Rea zu Unternehmen weiß.

Meinung über die Wesen:

Sie bestehen, wie jeder andere auch, mehr oder weniger aus Fleisch und Blut. Reawen findet die Vielfalt in denen sie auftreten, faszinierend. Gegenüber den meisten Wesen hat sie keine Vorbehalte. Magier bilden da die einzige Ausnahme und haben es wesentlich schwerer bei ihr. Man kann ja nie wissen was diese Stabschwinger als Nächstes planen.

Meinung über die Menschen:

Menschen unterscheiden sich in ihren Augen nicht viel von Wesen. Sie sind beinahe genau so vielfältig und vielleicht sogar anpassungsfähiger. Dafür, dass sie so zerbrechlich wirken, können sie ja nichts. Letzten Endes sind Menschen jedoch noch immer ihre Hauptnahrungsquelle.

Vergangenheit:

Im Jahre 1213, wurde Lif Moen als Tochter von Laurid und Birga, einem fahrenden Händlerpaar, geboren. Sie wuchs, zusammen mit ihrem zwölf Jahre jüngeren Bruder Baldr, unter dem fahrenden Volk auf. Lif liebte die Geschichten der anderen Reisenden und entwickelte Interesse an geschriebenen Worten. So überredete Lif ihren Vater, ihr lesen und schreiben zu lehren. Ihre Mutter wies sie zudem in die Kunst der Kräuterkunde ein.

In ihrem sechzehnten Lebensjahr musste sie die Schreibarbeiten ihres Vaters übernehmen, da dieser einer Krankheit anheim fiel, die seine Hände zittern ließ. Da Lif ihren Vater daher öfters begleiten musste, entdeckte er bald ihr gutes Auge für die Qualität der Waren. Lif war zufrieden mit diesem Leben

Mit fünfundzwanzig traf sie in Stavanger auf Lorem. Er stellte sich als reisender Wundarzt vor und wollte die Familie ein Stück begleiten. Lif glaubte in dem besonnenen Mann mit dem schneidenden Witz, endlich einen potentiellen Partner gefunden zu haben. Dass er die ganze Familie zu seinen Gunsten manipulierte, bemerkten sie nicht.

Er tötete Lifs Eltern und ihren kleinen Bruder so beiläufig wie man eine Kerze löscht. Sie versuchte sich zu verteidigenden, doch gegen Lorem konnte Lif nicht bestehen.
Er wandelte sie und genoss es sichtlich. Die Narben dieser Nacht zieren noch immer ihren Körper.
Nachdem sie ihre Wandlung erfolgreich durchlitten hatte, schenkte er ihr den Namen Reawen. Er war ein eiserner doch auch geduldiger Lehrer und unterband ihr sträuben.

Reawen wurde zu einer Burg in den Bergen Norwegens gebracht, wo sie unter die Herrschaft Sechiels, einem Intriganten Magier, gestellt wurde. Er brach Reawens Willen nur zu gern und zwang ihr mit abscheulicher Magie seinen eigenen auf.
Lorem lehrte ihr den Umgang mit dem Kampfstab und unterwies Reawen, auf ihren eigenen Wunsch hin, in die Kunst der Wundärzte ein. In der Bibliothek der Burg konnte sie ihre Kenntnisse über die Flora vertiefen und experimentierte mit den verschiedenen Wirkungen von Pflanzen.

Sie diente Sechiel gemeinsam mit Lorem, dem Elfen Saikuron und dem, in menschliche Form gezwungenen Einhorn Urd. Der Einfluss des Magiers und die Gräueltaten die Reawen für ihn verrichtete, ließen den letzten Rest Güte in ihr immer weiter schrumpfen.

Dem Werwolf Jayran begegnete sie 1497 auf einem ihrer Streifzüge. Sie versuchte ihn abzuschütteln doch er folgte ihr hartnäckig. Vermutlich erkannte Jayran dass, wenn auch gut verborgen, noch etwas Gutes in ihr ruhte. Er sollte sich nicht irren. Nachdem Reawen ihren Verfolger letztendlich mit einer vergifteten Klinge erwischte, brachte sie es nicht über sich ihn sterben zu lassen. Erst später Begriff sie das es sich dabei um Mitleid gehandelt hatte.

Nachdem sie ihn wieder aufgepäppelt hatte, war es noch schwerer ihn loszuwerden, doch nun störte sie sich nicht mehr all zu sehr daran. Reawen war unsicher was sie von Jayran halten sollte, trotzdem gelang es ihm eine Bindung zu ihr aufzubauen.

Den Grund für seine verbissene Verfolgung erfuhr sie erst später. Sechiel hatte Rudelmitglieder Jayrans für seine Experimente entführt und diese wollten dem treiben, gemeinsam mit einem weiteren betroffenen Rudel, endgültig ein Ende setzen. In die Tore der Burg waren jedoch magisch versiegelt und konnten nur von Sechiel oder seinem Untergebenen geöffnet werden. Reawen sollte dies übernehmen.
Sie war hin und her gerissen zwischen den magischen Ketten, die sie an Sechiel banden und Jayran, dank dem sie seit langem wieder mehr als nur grausame Kälte empfand.

Reawen entschied sich für Jayran, selbst wenn es bedeutete das sie sich gegen ihre Fesseln und somit dem Willen Sechiels stemmen musste.

In der Nacht verschaffte sie den Werwölfen Einlass in die Burg. Sie hielt sich zurück, zumindest bis sie vor Lorem stand. Dieses Mal hatte sie jedoch eine Chance. Der Kampf hinterließ seine Spuren doch schließlich viel ihr Erschaffer. Auch Urd fand den Tod. Nur Saikuron konnte entkommen.

Sechiels Ableben ließen die magischen Bande, die Reawen an den Magier fesselten, bersten. Der Teil, der ihm Jahrelang gedient hatte, wurde aus ihrer Seele gerissen, spaltete sie in zwei Persönlichkeiten, die denselben Körper bewohnten. Den Werwölfen fanden Reawen verwirrt und mit ihrem eigenen selbst kämpfend vor. Jayran war jedoch der einzige, der sie nicht mit ihren, um Vorherrschaft ringenden Seelen, zurück lassen wollte.

Bis Reawen größtenteils die Oberhand über den kaltherzigen Teil ihrer selbst gewonnen hatte, den sie Rea taufte, verharrten die beiden vorwiegend in den Bergen.
1518 verließen sie letztendlich Skandinavien. Sie hatten viel Zeit und wollten diese nicht an einem Ort verbringen. Sie reisten und erlebten mit, wie sich die Welt wandelte. Meistens durch Scharmützeln oder Kriege. Reawen und Jayran hielten sich von diesen Auseinandersetzungen fern, so gut es ging. Nur ab und zu verarztete sie die Verwundeten, wenn sich die Gelegenheit ergab.
Sie suchten auch nach einer Möglichkeit, um Rea zu vertreiben oder zumindest verstummen zu lassen, doch dies blieb leider erfolglos.


1983 wurden sie von Saikuron in den Wäldern Englands angegriffen. Ob er sie nun verfolgt oder sich ihre Wege nur zufällig gekreuzt hatten, wusste Reawen nicht doch der unglaublich, schnelle Elf spielte lange Katz und Maus mit ihnen. Saikuron ließ ihnen kaum eine ruhige Minute, zermürbte sie, bis er sie schließlich überraschen konnte. Reawen wurde von hinten durch die Schulter durchbohrt und an Jayran genagelt. Sein Herz wurde durchbohrt und er starb unter ihren Augen.
Dies war seit langem das erste Mal, das Rea es schaffte, die Oberhand zu gewinnen. Reawen ließ es zu.

Saikuron starb.

Reawen gelang es nur mit Mühe Rea wieder zu unterdrücken und verschwand daraufhin.
Sie irrte ziellos umher und blieb nie länger als nötig an einem Ort.
Zumindest bis sie 1999 von Anschar am Straßenrand aufgegabelt wurde. Er war einer dieser Menschen, die zu gutherzige für diese Welt waren. Nur deshalb konnte sie sich vermutlich mit ihm, einem Magier, anfreunden. Reawen zog in seine Heimatstadt Bern und hoffte wieder einen Platz in dieser Welt zu finden doch ihre innere Unruhe ließ sie nicht mehr los. Auch wenn sie Anschars Freundschaft schätzte, hielt sie nichts mehr dort.

Das Portal sollte ein Neuanfang sein. Ein Dreivierteljahr wohnte sie nun auf Ryialter und hatte sich in Port Geneve eingerichtet.
Musterpost:

Versteckt:Versteckten Text anzeigen
Sanft fuhren ihre Finger über die gespannten Saiten und entlockten ihnen zögerliche Töne. Reawen biss sich auf die Unterlippe und versuchte es erneut. Das musste doch zu schaffen sein. Zwar schlug ihr spiel niemanden in die Flucht, doch anlocken konnte sie damit auch niemanden. Konzentriert klimperte sie weiter. Selbst als sie das metallische kratzen eines Schlüssels vernahm, der in das Türschloss der Wohnung gesteckt und herumgedreht wurde, stoppte sie nicht.
Reawen hörte das Rascheln von Einkaufstüten und das kurze stoppen der Schritte. Sie kannte diesen Gang gut. Er tat das jedes Mal. Stehen bleiben und lauschen. Die Einkäufe wurden auf dem Küchentisch abgestellt und sorgsam eingeräumt. Erst dann kamen die Schritte näher.
Es war beinahe dunkel in dem geräumigen Schlafzimmer und nur die Straßenlaterne hatte den Raum in ein schummriges Orange getaucht, weshalb das aufflammende Licht nun in den Augen stach und Reawen diese kurz schließen musste. Zumindest solange bis der Mann, der nun in der Tür stand, das Licht gedimmt hatte. Trotzdem war sie für einen Moment geblendet

„Reawen.“ sagte Anschar. Sie konnte hören das er lächelte. „Warum hast du gestern unsere Verabredung so plötzlich abgesagt?“ fügte er hinzu.
Reawen fuhr ein letztes Mal, mit einem abschließenden Geräusch, über die Saiten und legte das Instrument vorsichtig neben sich auf den Schreibtisch, an dem Sie lehnte.
„Hoffentlich kannst du mir verzeihen. Ich hatte den Eindruck, dass du ganz zufrieden warst, da wo du gestanden hast.“ entschuldigte sie sich.
Anschar zog fragend die Augenbrauen zusammen und legte seinen, mit Schneeflocken betupften Mantel ab.
„Die Bäckerin. Wären keine anderen Kunden da gewesen, hätte sie dich glatt über die Theke gezerrt.“
„Oh. Du hast das gesehen?“
„Nein.“ Reawen lächelte breit. „Alle haben es gesehen.“

Sie konnte sehen, wie seine Ohren rot anliefen. Anschar räusperte sich. Schon seit einer Weile hatte Reawen die Vermutung, das er wieder jemanden traf, aber erst gestern Abend hatte sich ihr Verdacht bestätigt. Das sie ihn jetzt erröten sehen würde, hatte sie allerdings nicht vermutete. Er musste diese Frau wirklich mögen. Seufzend setzte sich der frisch verliebte auf sein Bett und fuhr sich mit den Fingern durch die Sepia brauen Locken.
„Jetzt hab dich nicht so. Ich freue mich ja für dich.“ versicherte sie ihm.
„Danke.“ er lächelte wieder.
Reawen betrachtete ihren Freund eingehend.
„Und?“ fragte sie schließlich.
„Was, und?“ erwiderte er.
Sie schwieg und wartete ab. Reawen wusste, dass er sich nur unwissend stellte. Anschar kannte die Antwort.
„Du bist unmöglich. Was hat mich verraten?“
„Genau da...“ Sie deutete auf ihren linken Mundwinkel. „…hast du Zucker kleben. Außerdem riechst du nach frisch gebackenen Brot und auf deinem Pullover befinden sich blonde Haare.“
amüsiert funkelten seine Veilchenblauen Augen, als er sich den Zucker aus dem Mundwinkel wischte und nach den Haaren suchte.
„Du hast zwar recht, aber da sind keine Haare.“
„Das war ja auch gelogen. Ich wollte nur sichergehen, dass ich richtigliege. Du warst bei ihr. Lange.“
sich ergebend streckte er die Arme von sich.
„Du hast gewonnen.“ meinte er und schüttelte den Kopf wie ein alter Mann der ungestüme Jugendlich beobachtet. Manchmal benahm er sich älter, als er war. „Womit habe ich dich nur verdient.“
Sie lachte leise und schob sich von der Tischkante ab. Das wurde allmählich unbequem.
„Nennst du mir ihren Namen?“ fragte Reawen. Anschar rührte sich jedoch nicht mehr. Er war erstarrt. Die vorher leuchtenden Augen stumpf in tiefen Augenhöhlen. Seine Haut Staub grau und spröde. Sie streckte die Hand zögerlich nach ihm aus doch noch ehe sie ihn berühren konnte, zerbröselte das erstarrte Bild ihres Freundes. Sie zuckte zurück als schwarze Käfer aus Augenhöhlen und dem aufklappenden Kiefer quollen.

Reawen schlug die Augen auf. Leise stöhnend massierte sie sich die Nasenwurzel. War sie tatsächlich über ihrer Arbeit eingedöst?
Sie blickte auf den Tisch vor sich. Die Tinte benetzte Feder noch immer in den Fingern betrachtete sie nun einen dunklen Tintenfleck der sich unter der Spitze, auf dem Papier gebildet hatte. Er war noch nicht getrocknet.
Rasch streute sie Sand auf das Malheur, um den Fleck am weiteren ausbreiten zu hindern. Dann säuberte sie die Feder mit einem Lappen und legte sie bei Seite.
Sie musste nur wenige Minuten geschlafen haben. Ein Blick aus dem Fenster ihrer derzeitigen Unterkunft verriet ihr, dass die Nacht noch nicht allzu fortgeschritten war.
Reawen streckte sich und schob den abgenutzten Stuhl schabend zurück.

Vor knapp einem dreiviertel Jahr, war sie durch das Portal getreten, das sich vor ihr, einem Tor zur Hölle gleich geöffnet hatte. Die Anziehungskraft war so stark gewesen, dass es sie beinahe von selbst in sich hinein gesogen hätte.
Reawen hätte vielleicht Angst verspüren sollen. Stattdessen war sie hindurch geschritten oder eher ins Bodenlose gefallen und dann einem unerträglich langsam mahlenden Strom gleich, durch nichts getrieben.
Einige Tage zuvor hatte sie noch geglaubt irgendwann Anschar wieder zu sehen, nachdem sie ihn eröffnet hatte, sie wolle eine kleine Reise unternehmen und ihm daraufhin versprochen hatte, irgendwann wieder zurückzukehren um ihn zu besuchen. Daraufhin hatte er gelacht und nur angedeutete das, “Irgendwann“, bei Vampiren einer sehr dehnbaren Zeitspanne entsprach.
Den betrübten Blick in seinen Veilchenblauen Augen würde sie wohl nie vergessen können.
~Sentimentale Gedanken bringen nichts. Er ist weit fort. Für immer.~ meldete sich Rea zu Wort. Die Worte stachen.
Reawen biss die Zähne zusammen und erhob sich. Sie hatte keine Lust zu diskutieren. Frische Luft. Das brauchte sie jetzt.
~Und eine Zwischenmahlzeit~
„Shush, sei still.“ antwortete sie leise. War niemand anwesend, musste sie sich nicht die Mühe machen, gedanklich auf Reas Kommentare zu reagieren, wenn sie es überhaupt tat.
~Shush? Wie alt sind wir? Zehn? Beweg dich nach draußen und schlag die Zähne in deine kleinen schmutzigen Freunde. Los, wir haben Durst!~
Reawen schüttelte nur den Kopf, während sie in die Ärmel ihres Mantels glitt. Sie zog ihre Stiefel aus rotem Leder an, nahm ihre Tasche und verließ das Gasthaus. Draußen sog sie die Luft ein. Vielleicht war der Geruch nicht der angenehmste aber besser als die abgestandene in ihrem Zimmer.


Out of Character

Plotidee:

Sie ist für so ziemlich alles offen. Außer das Ermorden oder berauben eines Bürgers…eines guten Bürgers.
Ansonsten findet sie vielleicht jemanden, der etwas gegen Rea zu unternehmen weiß. Sie hat sich zwar mit ihrem Zustand arrangiert, was jedoch nicht heißt, dass sie noch nicht versucht hat etwas gegen ihre Begleiterin zu unternehmen. Die bisherigen Ergebnisse waren jedoch ernüchternd.

Darf der Charakter weitergegeben werden, falls du aufhörst?
nein

Zweitcharakter(e):
\
Sonstige Anmerkungen oder Hinweise:

Als Reawen beschloss sich gegen Sechiel zu stellen, widersprach dies dem Willen, den er ihr mithilfe magischer Ketten auferlegt hatte. Sie war zwar dazu fähig eigenständig zu denken und zu handeln, doch immer unter dem Aspekt Sechiel zu schützen und ihm folge zu leisten. Ihre Entscheidung, sich gegen ihn zu stellen, widersprach dem und sorgte für Risse in ihrer Psyche. Man kann es als eine Art Multiple Persönlichkeit sehen, nur das sich Rea und Reawen der jeweils anderen vollauf bewusst sind. Als hätte man zwei Personen in ein und denselben Körper gestopft. Reawen beherrscht den Körper, wird jedoch ständig von Reas Präsenz bedrängt. Für Reawen fühlt es sich an, wie die Gewissheit, das etwas finsteres dicht hinter einem steht und davon angestarrt wird, obwohl man sich sicher war das, bis gerade eben, noch niemand anderes anwesend war. Reawen befürchtet durch Rea irgendwann wieder zu einem kalten und grausamen Monster zu werden, als dass sie sich in den Jahren unter Sechiel sieht und sucht deshalb nach einem Weg Rea zu vertreiben oder zumindest Handlungsunfähig zu machen.
Zuletzt geändert von Reawen Darkonia am Sonntag 26. Februar 2017, 16:30, insgesamt 2-mal geändert.
Reawen Darkonia
 
Beiträge: 3
Registriert: 20. Januar 2017
Gesinnung: neutral


Re: Reawen Darkonia

Beitragvon ~Roland Zazce~ » Sonntag 12. Februar 2017, 11:17

In Bearbeitung. Bitte habe Verständnis dafür, dass unser Team sich Zeit nimmt, um deine Bewerbung in Ruhe anzusehen und zu besprechen. Wir melden uns innerhalb ca. einer Woche bei dir mit einer privaten Nachricht.
~Roland Zazce~
Administrator
 
Beiträge: 908
Registriert: 05. Januar 2014
Unterart: "Bezwinger der Stille"
Geschlecht: männlich
Alter: 48
Gesinnung: neutral
Fraktion: Bürgerliche
Tätigkeit: Leibwache der Vikarin Elisabeth Báthory
Ort: http://www.exile-rpg.info/viewtopic.php ... =70#p28547
Laune: Etwas angepisst
Geruch: holziges Aftershave
Sonstiges: Trägt einen hellen sportlich geschnittenen Anzug aus Leinen und dazu passende Schuhe.
Charakterbogen: http://www.exile-rpg.info/viewforum.php?f=361


Zurück zu Foren-Übersicht

Zurück zu Bewerbungen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast